
Traditionell gab es die beiden Bootstypen des Kajaks und des Kanadiers. Die Briten bauten diese nach und verwendeten dabei die Bauweise von Ruder- und Segelbooten. So stellten die ersten Kanus in Europa eine Mischung verschiedener Bootstypen dar.
Der Sport wird als Kanuwandern auf Flüssen, als Wildwassersport, als Wettkampfsport und in mehreren Spezialdisziplinen betrieben. Dabei kommen unterschiedliche Bootstypen zum Einsatz.
Waren die ursprünglichen Kajaks immer geschlossen und Kanadier offen, so kann man moderne Kanus nicht mehr eindeutig daran unterscheiden. Neben der Sitzposition ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal das Paddel. Kajaks verwenden ein Doppelpaddel und Kanadier ein Stechpaddel.
Gesundheitliche Aspekte
Kanusport kann je nach Disziplin Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewichtsgefühl und Taktik fordern. Es kann als Ziel auch die Entspannung im Vordergrund stehen oder das Paddeln kann Teil von Expeditionen sein. Da die Bewegung des Paddels über die Arme und den Rumpf auf das Boot übertragen werden, ergeben sich dort die stärksten Belastungspunkte. Neben der dynamischen Belastung des Oberkörpers kommt noch die statische Belastung des Unterkörpers hinzu. Bei bestehenden Vorerkrankungen in diesen Bereichen sollte genau untersucht werden, inwiefern diese den Anforderungen gewachsen sind. Neben der Voraussetzung Schwimmen zu können, bedarf es insbesondere im Slalom auch einer ausreichenden Sehschärfe.
Wie bei jeder Wassersportart, gibt es die speziellen Risiken der Umgebung. Neben der sorgfältigen Abschätzung der Risiken im Verhältnis zum eigenen Können ist auch eine Schutzkleidung vor Nässe, Kälte und Sonneneinstrahlung essentiell, sowie die Verwendung von Schwimmwesten wie auch der Schutz des Kopfes.
Grundsätzlich zählt Kanusport (außerhalb schweren Wildwassers) aber zu den risikoarmen Sportarten und kann vom Kindes- bis zum Seniorenalter betrieben werden.